Sozopol

Sozopol ist eine Kleinstadt an der südlichen bulgarischen Schwarzmeerküste. Sie liegt an der Südseite der Bucht von Burgas auf mehreren kleinen felsigen Halbinseln in der Provinz Burgas und ist das Zentrum der gleichnamigen Gemeinde Sozopol.

Sozopol ging aus der griechischen Kolonie Apollonia hervor und ist zusammen mit Nessebar eine der ältesten Städte Bulgariens. Von der Antike bis ins 17. Jahrhundert war Sozopol eine florierende Handelsstadt. Sie hatte den Ruf einer Winzer- und Fischerstadt und war ein wichtiger Hafen für den Umschlag von Getreide aus Thrakien. Ab der Spätantike entwickelte sich die Stadt zu einem Bischofssitz, dem im Mittelalter mehrere Klöster in der Stadt und in der Umgebung unterstanden. Von der Antike bis in das erste Viertel des 20. Jahrhunderts war Sozopol eine Stadt mit überwiegend griechischer Bevölkerung.

Wegen seiner Strände und seiner kulturhistorisch wertvollen Bauten ist Sozopol ein überregional bekannter Touristenort. Die Altstadt mit ihren Festungsmauern sowie weiteren Bauten wurde zum Freilichtmuseum erklärt.
Sozopol, an der südlichen bulgarischen Schwarzmeerküste, erstreckt sich an den nördlichen Ausläufern des Strandscha-Gebirges, im südlichen Teil grenzt die Stadt an die Bucht von Burgas, 35 Kilometer südlich von Burgas.

Die Stadt teilt sich in Alt- und Neustadt. Die Altstadt befindet sich auf der kleinen Halbinsel Skamnij, die zweihundert Meter breit und knapp zwei Kilometer lang ist und zehn Meter über dem Meeresspiegel liegt. Westlich dieser Halbinsel liegt die Sozopol-Bucht und östlich die Korenjata-Bucht.

Die acht Hektar große Insel Sweti Kirik war bis zur Zeitenwende mit der Halbinsel Skamnij verbunden. Sie befindet sich 250 Meter nordwestlich der Altstadt und ist seit 1927 durch einen künstlichen Damm mit dem Festland verbunden, weswegen sie streng genommen eigentlich eine Halbinsel ist. Der Damm verbindet den Nordosten der Insel mit der Altstadt. Da die Halbinsel Sweti Kirik nach Südwesten durch eine 400 Meter lange Mole verlängert wurde, entstand so im Westen der Altstadt eine 800 × 200 Meter große, künstliche Bucht. Die dem Festland zugewandte Bucht beherbergt den Fischerei- und den Yachthafen.

Altstadt und Neustadt sind durch eine Landbrücke verbunden, auf der sich im Mittelalter der Stadtfriedhof befand. Die Fläche wurde zu einem Park umgestaltet – dem Meeresgarten. Die Halbinsel Budschaka und die Kawazite-Bucht bilden die südliche Grenze der Stadt.

In der Sozopol-Bucht, 1,2 Kilometer nördlich der Altstadt, liegen außerdem die Inseln Sweti Iwan und Sweti Petar. Durch diese beiden Inseln ist die Reede von Sozopol gegen starke Winde geschützt, was besonders in der Antike von den Seefahrern geschätzt wurde.

Die geographische Lage mit drei vorgelagerten Inseln, das Schwarze Meer, die antike und mittelalterliche Geschichte ziehen nicht nur Besucher aus den Balkanländern, sondern aus ganz Europa an.
Der Tourismus, vor allem der Sommertourismus, ist die Haupteinnahmequelle für Sozopol. Die Stadt, ebenso wie die Küstenorte in der Gemeinde, gehört zu den Haupturlaubsorten für ausländische und inländische Touristen. Die Kleinstadt ist innerhalb Bulgariens ein beliebter Tagungsort für Fachkonferenzen und Seminare
In unmittelbarer Nähe sind die Campingplätze Gradina (deutsch: Garten), Zlatna ribka (deutsch: Goldfischlein), Kawazite , Smokinja (deutsch: Feige) eingerichtet. Die ersten beiden liegen in der Sozopolbucht und teilen sich einen mehrere Kilometer langen Strand, ebenso wie die letzten beiden, die in der Kawazi-Bucht liegen.

Museen und Galerien
Die Bucht von Sozopol gehört mit zu den ältesten besiedelten Regionen Europas. Die erste Siedlung entstand zwischen dem Ende des 4. und dem Anfang des 3. Jahrtausend v. Chr. und wird von einigen Forschern als Teil der Warna-Kultur gesehen. Mittels Unterwasserarchäologie wurden Funde von Wohnhäusern, Keramik und Arbeitsgeräten aus der Bronzezeit zu Tage gefördert. In der Bucht von Sosopol wurden ferner zahlreiche Steinanker und Ankerstöcke gefunden, datierbar in das 2.–1. Jahrtausend v. Chr., welche auf eine bereits damals betriebene Schifffahrt hinweisen.

Das Archäologische Museum wird in der Liste der 100 nationalen touristischen Objekte Bulgariens als Nr. 8 geführt. Das Museum beherbergt ein Zentrum für Unterwasser-Archäologie mit dem die Geschichte der Stadt erforscht wird. Die Sammlung des Museums umfasst zahlreiche Exponate aus der Zeit vom 5. Jahrtausend v. Chr. bis zum 17. Jahrhundert n. Chr., darunter griechische Vasen, 120 intakte Amphoren und Exponate der frühen Metallurgie, von Handel und Schifffahrt sowie Erzeugnisse des antiken und mittelalterlichen Handwerks. Ein weiterer Schwerpunkt der Sammlung ist die christliche Kunst des 17.–19. Jahrhunderts (Ikonen, geschnitzte Ikonostase). Das Museum befindet sich in der Chan-Krum-Straße 2

Das Ethnographische Museum zeigt gemeinsam mit dem benachbarten Trakien-Han Alltagsgegenstände, Schmuck, Teppiche und Kunsthandwerk aus Sosopol und dem
Strandzha-Gebirge, die den Besuchern einen Eindruck vom Leben der Bulgaren im 19. Jahrhundert vermitteln. Eine Besonderheit ist die Ausstellung der Trachten der ethnischen Gruppen des Strandzha-Gebirges der Rupzi, Tronken und Zagorzi. Es befindet sich in der Hl. Kiril und Metodij Str. 34 in der Altstadt in einem typischen Schwarzmeerhaus.

Nekropolen
Die bergige Region um Sozopol ist mit über 1500 thrakischen Dolmen, Nekropolen und kleineren Hügelgräbern übersät. Diese sind jedoch noch unerforscht, im Gegensatz zu den Nekropolen des antiken Apollonia, die seit dem 19. Jahrhundert archäologisch untersucht werden. Die bekanntesten Nekropolen innerhalb der Stadt wurden im Bereich des Meeres-Gartens, der zwischen der Altstadt und der Neustadt liegt, und in den Gegenden Charmanite, Budzhaka und Kalfata lokalisiert und teilweise freigelegt. Neuere Ausgrabungen haben bedeutende Funde aus thrakischer Zeit (8. und 7. Jahrhundert v. Chr.) zu Tage gefördert. Sie sind reich an griechischer schwarz- und rotfiguriger Keramik, die einen frühen Einfluss der Griechen bezeugt. 2012 wurde im Bereich der Nekropolen auf der Halbinsel Budzhaka ein Tongefäß mit über 250 Münzen von Apollonia aus dem vierten Jahrhundert v. Chr. gefunden.

 

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